Diese Seite verwendet Cookies zur Verbesserung unseres Services. Mit der weiteren Verwendung der Website stimmen sie diesem Verhalten zu.
Banner1
 
Immer wenn eine Naturkatastrophe über die Inseln des Archipels Hawaii fegt, dann ist das „Garden-Island" Kauai betroffen. Die Bewohner nehmen diese Tatsache - so wirkt es zumindest auf einen Außenstehenden - sehr gelassen hin. 1992 wirbelte der Hurrikan „Iniki" über die Insel und richtete große Schäden an. Doch die Bewohner haben sich inzwischen eigentlich daran gewöhnt, daß es ausgerechnet immer „ihre" Insel trifft. „Wir helfen uns gegenseitig beim Wiederaufbau der Häuser", berichten sie „denn wenn wir auf eines der wenigen Fachunternehmen warten würden, wäre wahrscheinlich schon der nächste Hurrikan da, bevor auch nur ein Teil des Hauses wieder stehen würde."

Kapitän James Cook

 Es fällt schwer, unter den Hawaii-Inseln die Schönste auszuwählen. Doch ganz sicher würde Kauai zum engeren Favoritenkreis zählen. Das wissen auch zahlreiche Hollywood-Regisseure: Die Insel Kauai war Drehort für etliche Filme wie „Jurassic Park", „King-Kong" oder „Indiana Jones".

Kauai hat viel von der ursprünglichen Schönheit bewahrt. Rund 50 000 Einwohner zählt die Insel und der Großteil lebt in der Stadt Lihue. Kauai ist die westlichste der erschlossenen Hawaii-Inseln und auch die erdgeschichtlich älteste. 1778 landete hier Kapitän James Cook, und er wurde von freundlichen Menschen und einer einzigartigen Natur empfangen.

 Lihue

 Im Gegensatz zu den anderen Hawaii-Inseln wirkt Kauai manchmal etwas hinterwäldlerisch. Doch was die Naturerlebnisse angeht, da ist Kauai Weltklasse! Rund 20 Minuten dauert der Flug von Honolulu nach Lihue. Obwohl Lihue die Hauptstadt der Insel ist, kann man sie schnell übersehen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Kauai Museum an der Rice Street. Es bietet Ausstellungen über die Einwanderer, darunter übrigens auch Deutsche, die als Plantagenarbeiter vor dem ersten Weltkrieg ankamen. Außerdem kann man die historische Zuckerrohrplantage Grove Farm Homestead am Südrand der Stadt besichtigen. An der Maalo Road am Nordrand der Stadt liegen die 24 Meter hohen Wailua Falls.

 Waimea Canyon

Zu den absoluten Höhepunkten der Insel gehören der Waimea Canyon und die Na Pali Coast. Der Waimea Canyon wird als der „Grand Canyon des Pazifik" bezeichnet. Er präsentiert sich als ein atemberaubendes Naturschauspiel. Der Canyon liegt im Westen der Insel und ist von Kekaha oder Waimea zu erreichen. Die Besucher erleben ein unverwechselbares Farbenspiel. Je nach Tageszeit schimmert der mit Pflanzen überzogene Canyon von rosa über tiefrot bis hin zu violett und blau. Die Schluchten sind bis zu 1200 Meter tief, 3,5 Kilometer breit und 16 Kilometer lang. Der Waimea Canyon und der Kokee State Park sind ein Paradies für Wanderer. Auf dem Weg zum Waimea Canyon liegt außerdem der Olu Pua Gardens, eine einzigartige Gartenanlage, die von einem ehemaligen Plantagenarbeiter angelegt wurde, der um sein Haus den wohl schönsten hawaiianischen Garten anlegte.

Na Pali Coast

 Höhepunkt Nummer zwei auf Kauai ist die Na Pali Coast. Eine fast 50 Kilometer lange zerklüftete grüne Steilküste, die mit Canyons und Wasserfällen bis zu 1000 Meter tief zum Meer abfällt. Die Urwälder rund um den Mount Waialeale (1569 m) ist eines der regenreichsten Gebiete der Welt. Doch keine Angst, auch wenn es mitunter Bindfäden („Cats and Dogs") regnet: Innerhalb kürzester Zeit blickt die Sonne wieder hinter den Bergen hervor und zaubert einen atemberaubenden Regenbogen an die Na Pali Coast. Nur wenige Kilometer von der Na Pali Coast entfernt (Westküste) liegen die endlosen Weiten des Polihale Beach Parks.

Around the Island

Zu einer Sehenswürdigkeit auf Kauai gehört auch die mit riesigen Farnen bewachsene Lavagrotte „Fern Grotto". Sie ist auf einem Bootstrip über den Waikua River zu erreichen. Auf der Fahrt sind seltene Vogelarten, Orchideen und Wasserfälle zu sehen.

Zu besichtigen ist noch das Kilauea Lighthouse. Der Leuchtturm besaß 1913 die größte Lichtlinse der Welt. Heute ist hier ein Vogelschutzpark für die seltensten Seevögelarten der Welt beheimatet.

Auch die Opaekaa Falls sollten zu einem Besuch auf der Insel gehören. 100 Meter fällt das Wasser durch überwucherte Lavafelsen in das Becken. Der Highway 580, der zu den Opaekaa Falls führt, geht auch entlang der Tempel Ruinen des Poliahu Heiau. Am Ende des Highway 580 liegt das Keahua Arboretum, ein Naturschutzgebiet mit Spazierpfaden.

Poipu an der Südseite der Insel bietet als Touristenattraktion noch das „Spouting Horn", einen Meeresgeysir. Nicht weit entfernt von liegt Koloa, Hawaiis älteste Plantagenstadt. Hier arbeiten auch heute noch etliche Bewohner als Plantagenarbeiter. Zu sehen ist hier zudem die älteste Zuckermühle Kauais und verschiedene kleine Kirchen und sogar ein Tempel deuten auf die verschiedenen Religionskulturen des 19. Jahrhunderts hin.