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Es gibt zwei Möglichkeiten von Oahu nach Hawaii, das „Big Island", zu fliegen: Entweder man landet auf dem Airport in Hilo oder in Kailua-Kona. Eine ideale Möglichkeit ist sicher auf dem einen Flughafen anzukommen und vom anderen Flughafen aus die Insel wieder zu verlasssen. Denn das Big Island ist - für hawaiianische Verhältnisse „really very, very big". Die beiden Fluggesellschaften Aloha Airlines und Hawaiian-Airline bieten etliche Flüge am Tag auf das Big Island an.

Das Big Island verdient seinen Spitznamen zurecht. Hawaii ist mit 10415 Quadratkilometern die größte der Inseln und wächst ständig weiter. Um Verwechslungen mit dem Gesamtstaat zu vermeiden, wird die Insel Hawaii Big Island genannt. Für das Big Island sollte man sich ein paar Tage Zeit nehmen, damit die Sightseeingtour nicht zu einer Tortur wird.

Das Big Island unterscheidet sich sehr von Oahu. Es ist zwar touristisch sehr gut erschlossen. Sieht man einmal vom Top-Ereignis des Jahres, dem „Hawaii Iron-Man" ab , dann sind die Menschenmassen, die man auf Oahu findet, nirgendwo auf dem Big Island zu sehen. Alles wirkt wesentlich ruhiger und entspannter als auf Oahu. Die Menschen nehmen sich sehr viel Zeit für den Besucher und erklären gerne jedem etwas über ihre Heimat, die Traditionen und Bräuche. Manchmal wirkt das Big Island, wie auch die anderen nicht so touristischen Inseln, etwas „rückständig", doch gerade das macht diese Insel aus. Sie versprüht viel Charme und ist eigentlich ein viel „echteres" Hawaii als die Tourismushochburg Waikiki.

Superlative

Big Island hat viele Naturschönheiten zu bieten und ist sehr konträr. Denn wer könnte sich vorstellen, daß man auf Hawaii Skilaufen kann? Nun, auf dem Big Island ist das möglich, denn die Insel bietet etliche Superlative. Der Mauna Kea ist nicht nur der höchste Berg Hawaiis, sondern auch der höchste Berg der Erde. Zugegeben: vom Meeresgrund aus gemessen. Auf dem Mauna Kea kann man nicht nur skifahren, sondern oben auf dem Berg liegen auch große Spiegelteleskope. Wo sonst hätte man schließlich einen besseren Blick auf die Sterne als mitten im Pazifik auf stolzen 4205 Metern Höhe.

Das Big Island hat noch mehr Superlative zu bieten: Nicht nur der höchste Berg der Erde liegt hier, sondern auch die größte Privatranch der USA. Das ist die Parker-Ranch, zwischen den Berggiganten Mauna Kea und Mauna Loa. Teile der Ranch sind zu besichtigen. Fast kommt man sich dort wie in den Alpen vor, denn an Hawaii erinnert in Kamuela-Waimea gar nichts mehr.

The Coast

Grandios auf dem Big Island ist auch die Hamakua Coast. Nur an wenigen Stellen ist diese Küste zugänglich. Es scheint fast so, als ob die Wälder bis in das Wasser hineinwachsen.

Ebenso im Waipio Valley an der Westküste: Das war früher ein Urlaubsort für hawaiianische Könige. Auch heute ist dieser noch ein „heiliger" Ort. Es leben nämlich noch einige urhawaiianische Familien hier, die Taro anbauen. In das Tal darf man nur zu Fuß oder mit organisierten Jeep-Touren. Tunlichst sollte man sich daran halten und den Mietwagen nicht mitnehmen. Ein Achsenbruch an diesem Ort wäre schließlich später beim Autovermieter nur schwer zu erklären. Außerdem - und dieser Punkt ist noch viel wichtiger - sollte man das Leben der Menschen im Tal respektieren.

Hilo

Das kleine Städtchen Hilo ist die Hauptstadt der Insel Hawaii. Fast scheint es, als sei in dieser Stadt die Zeit stehen geblieben. Das feuchte Klima hat Hilo eine touristische Karriere erspart. Sehenswert sind die beiden Wasserfälle am Wailuku River und das Lyman Mission House und Museum (Haili Street). Für Frühaufsteher lohnt ein Besuch des Susian Fish Market am Hafen.

Kailua-Kona

Das Pendant zu Hilo ist Kailua-Kona, die heimliche Hauptstadt des Big Island. Ein auffälliger Unterschied ist, daß in Kailua-Kona alles wesentlich moderner ist als im kleinen und verschlafenen Hilo. Hotels, Shops und Restaurants sind am Alii-Drive zu finden. Außerdem gibt es noch den rekonstruierten Ahuéna Heiau, ein Tempel des Königs Kamehameha I. Außerdem sind in Kona noch der Hulihe´e Palace und die aus Lavablöcken erbaute Moku´aiku Church, eine der ältesten Missionskirchen Hawaiis, zu sehen.

Kona-Coast

An der Kona-Coast gibt es gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die rekonstruierte Tempelanlage Puuhonua o´Honaunau, eine Zufluchtsstätte von Menschen, die die „Kapus" gebrochen haben. Kapu bedeutet Tabu in hawaiianischer Sprache. Die Tempelanlage war ein Ort, an den die hawaiianischen Tabubrecher kamen, die allerdings auch wieder rehabilitiert werden konnten. In der Nähe befindet sich die wunderschöne St. Benedict´s Painted Church (Honaunau), deren Innenraum mit vielen Motiven gestaltet wurde.

Akaka-Falls

Zu einer Besichtigung auf dem Big Island sollte zudem noch der Akaka Falls State Park zählen, der in der Nähe des Ortes Honomu liegt. Gleich zwei Wasserfälle erwarten die Besucher auf dem rund 30minütigen Rundweg, vorbei an den Kahuna Fällen (35 Meter) und den Akaka-Fällen (135 Meter). Der letzte Wasserfall ist übrigens wieder ein Superlativ für nordamerikanische Verhältnisse.

Volcanoes Nationalpark

Die größte Attraktion auf dem Big Island ist jedoch der Volcanoes Nationalpark: Seit dem 3. Januar 1983 ist hier wieder der Vulkan Kilauea aktiv. Die Lava des feuerspeienden Vulkans hat bislang mehrere Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Sie sorgt jedoch auch für ein beständiges Wachstum der Insel. Gleich hinter dem Eingang zum Vulcanoes Nationalpark liegt das Besucherzentrum. Hier sollte man unbedingt anhalten und sich mt Informationsmaterial und Karten eindecken. Außerdem erfährt man hier etwas über die Aktivitäten des Kilauea. Mit einer Karte ausgestattet kann man zu einer Rundfahrt und mehreren Wanderungen in spektakulärer Kulisse aufbrechen. Zwischenstopps an den einzelnen Sehenswürdigkeiten, die in der Nationalpark-Karte vermerkt sind, sollten auf jeden Fall genutzt werden. Und wer weiß: Vielleicht begegnet dem einen oder anderen Besucher mit etwas Glück sogar eine Nene, die offizielle Staatsgans Hawaiis.